Fazit meiner Dreadlock-Geschichte – Kapitel 6

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Fazit meiner Dreadlock-Geschichte

Kapitel 6

Nachdem ich nun endlich meine geliebten Flauschies hatte, gewöhnten wir uns sehr schnell aneinander und verliebten uns noch mehr ineinander. 

Da ich immer von einer langen Mähne geträumt habe und aus diversen Blogs wusste, dass Dreads sich auch oft durch den Filzprozess noch zusammenziehen und somit mit der Zeit etwas dicker, fester und eventuell auch kürzer werden, habe ich mir gleich Verlängerungen mit offenen Spitzen machen lassen. Bzw. einarbeiten lassen, denn die Verlängerungen habe ich selbst erstellt. Ingesamt sind sie dann schon bei der Erstellung deutlich länger ausgefallen als ich es vermutet hatte. Meine Dread-Artistin hat mich schon vorgewarnt und meinte, dass die Verlängerungen vermutlich zu schwer für die kleine Einteilung sind, die aber sinnvoll ist wegen meiner dünnen Haarstruktur. Ich habe es damals bewusst so hingenommen und trotzdem verlängern lassen. Später habe ich dann hier und da einfach Extensions gekürzt oder ausgetauscht, wenn ich festgestellt habe, dass die Ansätze durch zu viel Zug ausdünnen. Das war vor allem dort, wo die Haare dünn waren und wo durch die Art wie ich meine Haare im Zopf trug, viel Zug auf den Ansatz kam. Da ich die Haare meist zu einem Dutt gedreht auf dem Kopf trug, weil sie für viele andere Frisuren einfach schon zu lang waren, war das bei mir vor allem hinter den Ohren und ganz unten im Nacken, wo an sich schon eher dünne und wenige Haare sind.

Eh ich mich versah, waren bereits 2 Jahre vergangen und ich liebte meine Fühler immernoch genauso. Aber da sie auch ein ganzes Stück gewachsen waren und somit natürlich noch länger waren als zu Beginn eh schon und zudem logischerweise auch schwerer wurden, wurden sie langsam doch etwas zur Last. Das war dann der Punkt an dem ich beschloss wieder ein paar schöne dünne Highlight-Exensions zu erstellen und sie dann nach und nach zu kürzen und auszutauschen. So bin ich derzeit also fleißig am Häkeln und tüfteln und werde mich wohl schon bald – realistisch ist wohl kommenden Winter – von einem ganzen Stück an Länge und Gewicht trennen um ein wenig freier und leichter zu sein, ganz nach dem Motto:

#wenigeristmehr & #Dreadlockminimalismus

Warum das jetzt auf einmal?

Bereue ich die langen Dreads?

Nein, ich bereue nichts. Ich habe viel gelernt und für mich waren die langen Dreads toll als Start und als Übergangslösung. Durch die Schwere haben sie sich nicht so stark zusammengezogen dadurch sind sie gefühlt relativ schnell gewachsen. Dafür habe ich in den Ansätzen vielleicht etwas an Volumen eingebüßt, das man eher bekommt, wenn nicht so viel Zug auf den Ansätzen ist. Ich denke wenn ich nun die längsten und schwersten Dreads abschneide oder ersetze, bekomme ich auch wieder einen guten Kompromiss hin, da sie nicht zu kurz werden und sich die Ansätze so vermutlich doch etwas stabilisieren und verdicken können. Das ist zumindest mein Gefühl und auch mein Plan. Wenn du Ideen oder Tipps hast, schreibe mir gerne deine Erfahrungen in die Kommentare.

Fazit meiner Dreadlock-Geschichte ist… 

Wenn du eine gute Grundlänge hast und keinen bestimmten Look möchtest, wähle am besten eine Einteilung die zu deiner Haardichte passt und lass dir keine Verlängerungen machen. Dann werde sie schön natürlich und verdichten sich schön. Sie werden dann vermutlich durch die Erstellung ein wenig kürzer und schrumpfen schließend mit dem Filzprozess in den nächsten Wochen noch etwas zusammen bevor sie dann erst nach einiger Zeit sichtbar zu wachsen beginnen. Denke an Volumen holt man so am meisten raus weil die Ansätze nicht zusätzlich belastet werden. Natürlich immer fleißig Tighten Roots machen, das hilft zusätzlich um Volumen zu kreieren. Wenn du Schlaufen magst weniger Palmrolling wenn du lieber glatte Dreads magst öfters rollen. Das kommt natürlich dann auch immer etwas auf die Haarstrucktur an. Häkeln am besten dosiert und nur mit gaaaanz viel Liebe, dass die Haare nicht reißen. Das führt sonst mit der Zeit dazu, dass die Dreads brechen und auch dünner werden.

Wenn du einen Gewissen Look oder eine bestimmte Länge bevorzugst, kann man mit Verlängerungen arbeiten, die man dann je nach Entwicklung und weiteren Bedürfnissen anpassen oder entfernen kann. Is hier und da etwas mehr Arbeit aber gut für Leute die vielleicht ne kürzere Grundlänge haben und so die Übergangszeit überbrücken wollen ohne dabei eine sehr lange Zeit kurze zusammengezogene Dreads zu haben. Auch wenn du gerne mal den Look änderst, bist du etwas flexibler wenn du mit Extensions arbeitest. Du kannst sie ganz schmerzfrei färben oder die Spitzen mal offen oder geschlossen tragen.

Es ist also eine Entscheidung zwischen natürlichen fluffigen selbst gezüchteten Dreads oder einem speziell kreierten Wunschlook.

So zumindest ist mein Gefühl bezüglich meiner Entwicklung bei glatten dünnen Haaren wie meine es sind. Denke mit sehr dichten oder gelockten Haaren entwicklen sie sich vielleicht Grundsätzlich etwas anderes. Ich persönlich finde bei anderen Dreadheads den Natural-Growed-Look immer am schönsten, nur war ich eben nicht bereit die lange Entstehungsphase in Kauf zu nehmen und bin so den Umweg über die Verlängerungen gegangen. Ich genieße jeden neuen Look, freue mich aber heute schon darauf wenn ich nur noch meine eigenen schönen natural-growed Dreads habe. Aber hey, Schönheit liegt im Auge des Betrachters und erlaubt ist was gefällt. Es sind ja Haare, die wachsen. So kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und einfach mal herumprobieren.

In diesem Sinne Wünsche ich dir eine kunterbunte kreative und tolle Dreadlock-Reise und ganz viel Spaß und Freude auf dem Weg. Denn wenn ich etwas über Dreads gelernt habe, dann dass sie sich verändern. Immer wieder. Und mit der Zeit werden sie immer schöner, also hab Geduld mit deinen Flauschies. Und genieße den Prozess, den Veränderung ist was tolles.

Und nicht vergessen, egal ob kurze Dreads, lange Dreads, Schlaufen oder keine und egal ob schwarze Dreads, braune, rote oder blonde – DU BIST SCHÖN ❤︎

Ich hoffe ich konnte dich mit meinem Fazit und meiner Geschichte inspirieren und vielleicht vor dem ein oder anderen Fehler bewahren den ich begangen habe.

Falls du bis hierhin gelesen hast und dir meine Geschichte gefallen hat, freut mich das riesig. Falls ich dich inspiriert habe und du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine Spende.

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Das war: Fazit meiner Dreadlock-Geschichte

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